GitOps – Automatisierung der Infrastruktur zahlt sich aus
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GitOps revolutioniert den Umgang mit Infrastruktur, indem der komplette Zielzustand einer Umgebung im Git‑Repository definiert und automatisch ausgerollt wird. Dadurch entstehen Transparenz, Sicherheit und eine selbstheilende Infrastruktur, die Abweichungen eigenständig korrigiert. Gleichzeitig fordert GitOps neue Denkweisen im Umgang mit Konfigurationen und sensiblen Daten. Warum sich dieser Ansatz trotzdem lohnt und wie moderne Tools ihn erfolgreich machen, erfährst du im Artikel.
Was bedeutet GitOps?
GitOps ist ein Ansatz zur Infrastrukturverwaltung, bei dem die Konfiguration und der Zustand einer Zielumgebung (z.B. Kubernetes Cluster) in einem Code-Repository gespeichert werden. Somit wird die Infrastruktur wie jeder andere Code mit Versionsverwaltung behandelt.

Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Ansätzen besteht darin, dass nicht ein CI Server die Änderungen auf die Zielumgebung überträgt, sondern die Zielumgebung selbst das Repository überwacht und Änderungen automatisch ausrollt.
Welche Vorteile bietet GitOps?
Versionsverwaltung und Nachvollziehbarkeit
Änderungen an der Infrastruktur werden über das Repository versioniert und sind somit jederzeit nachvollziehbar. Dies ermöglicht es auch, jederzeit zu einem früheren Zustand zurückzukehren.
Automatisierter Soll-Ist-Abgleich
Die Zielumgebung überwacht kontinuierlich das Repository und gleicht den aktuellen Zustand mit dem gewünschten Zustand im Repository ab. Wenn Abweichungen festgestellt werden, werden diese automatisch korrigiert. Dies führt zu einem „Self-Healing"-Effekt, der manuell durchgeführte Änderungen an der Zielumgebung automatisch rückgängig macht.

Zugriffskontrolle
Da die Änderungen über das Repository erfolgen, ist keine direkte Zugriffsberechtigung auf die Zielumgebung erforderlich. Dies erhöht die Sicherheit, da z.B. ein CI Server keine Zugriffsrechte auf die Zielumgebung benötigt und somit auch keine Firewall-Regeln angepasst werden müssen.
Schnelle Bereitstellung, Einfache Rollbacks
Änderungen können schnell und einfach über das Repository bereitgestellt werden. Auch Rollbacks sind einfach durchzuführen, da lediglich eine frühere Version des Repositories ausgecheckt werden muss.
Welche Herausforderungen gilt es zu meistern?
Fehlerhafte Konfigurationen können dazu führen, dass die Zielumgebung in einen ungewünschten Zustand versetzt wird. Es ist daher wichtig, dass Änderungen sorgfältig getestet werden, bevor sie in das Repository übernommen werden.
Ein weiterer Aspekt ist die Handhabung von sensiblen Daten wie z.B. Passwörtern oder Zertifikaten. Diese sollten nicht im Klartext im Repository gespeichert werden. Hierfür gibt es verschiedene Lösungen wie z.B. verschlüsselte Secrets.
Die Einarbeitung in GitOps erfordert auch eine gewisse Lernkurve, da neue Tools und Konzepte erlernt werden müssen.
Wie wir GitOps zum Erfolg machen
Wir verwenden GitOps für die Verwaltung unserer Kubernetes Cluster. Hierfür setzen wir auf Flux CD, ein Open-Source-Tool, das die Überwachung des Repositories und das automatische Ausrollen von Änderungen übernimmt.
Für die Verwaltung von sensiblen Daten verwenden wir Sealed Secrets, ein Tool, das es ermöglicht, Secrets verschlüsselt im Repository zu speichern. Diese werden dann zur Laufzeit in der Zielumgebung entschlüsselt. So können auch Authorization Tokens sicher im Repository gespeichert werden.
Möchten Sie mehr über GitOps erfahren oder benötigen Sie Unterstützung bei der Implementierung? Kontaktieren Sie uns!