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Glossar-Eintrag

GAMP 5

ISPE-Leitfaden für einen risikobasierten Lebenszyklus GxP-relevanter computergestützter Systeme.

Kontext: GAMP 5 (Good Automated Manufacturing Practice) ist ein von der International Society for Pharmaceutical Engineering (ISPE) herausgegebener Leitfaden. Er beschreibt einen risikobasierten Ansatz, um GxP-relevante computergestützte Systeme für ihren vorgesehenen Zweck geeignet zu entwickeln, zu betreiben und zu erhalten.

Warum wichtig: Solche Systeme unterstützen unter anderem Herstellung, Qualitätskontrolle und Datenmanagement. GAMP 5 hilft, geeignete Lebenszyklusaktivitäten und Nachweise am tatsächlichen Produkt-, Patient:innen- und Datenintegritätsrisiko auszurichten.

Leitprinzipien:

  • Qualität und Patient:innensicherheit als Ausgangspunkt der Risikobewertung.
  • Skalierbare Lebenszyklusaktivitäten und dokumentierte Nachweise, abgestimmt auf Risiko und Systemkomplexität.
  • Klare Anforderungen, Lieferantenbewertung sowie kontrollierte Änderungen über den gesamten Systemlebenszyklus.
  • Konzentration der Verifikation auf Funktionen mit GxP-Relevanz.

Abgrenzung: GAMP 5 ist keine gesetzliche oder behördliche Vorschrift, sondern ein anerkannter Branchenleitfaden. Er unterstützt die risikobasierte Auslegung geltender GxP-Anforderungen, ersetzt diese aber nicht.

Kurzfassung: GAMP 5 unterstützt einen risikobasierten und lebenszyklusorientierten Umgang mit GxP-relevanten Computersystemen.

Weiterführend: