Kontext: Kann nach der Ablösung papierbasierter Prozesse durch starre Plattformen entstehen. Die Prozesse sind zwar digitalisiert, der Engpass verlagert sich aber nur – von manueller Dokumentation hin zu langsamen Modellierungs- und Validierungszyklen.
Warum wichtig: Verlängert Time-to-Change, verursacht Opportunitätskosten, kann Vendor-Lock-in fördern und bremst kontinuierliche Verbesserung.
Typische Signale:
- Schon kleine Rezeptanpassungen erfordern externe Spezialisten.
- Validierungsaufwand steht nicht im Verhältnis zum Risiko.
- Fachbereiche umgehen offiziell vorgesehene Wege (Schattenprozesse).
Abgrenzung: Nicht zu verwechseln mit Kapazitätsengpässen (Personal/Maschinen); es handelt sich um einen strukturell erzeugten, systembedingten Verzögerungspunkt.
Wie auflösen:
- Modularisierung statt monolithischer Modelle.
- Word-natives Authoring beibehalten (geringe Einarbeitung).
- Risikobasierte Änderungsvalidierung statt Vollvalidierung.
- Prozess-Ownership zurück in die Fachdomäne.
Weiterführend: